I amsterdam City Card — Lohnt sie sich?

Die I amsterdam City Card bündelt 70+ Museen, unbegrenzten GVB-Nahverkehr, eine Grachtenfahrt und 24 Std. Fahrradverleih — sie lohnt sich ab etwa drei kostenpflichtigen Attraktionen pro Tag plus Tram- und Metrofahrten.

Die I amsterdam City Card ist der offizielle Sightseeing-Pass der Stadt: Eine Karte bündelt 70+ Museen, unbegrenzten GVB-Nahverkehr, eine kostenlose Grachtenfahrt und 24 Stunden Fahrradverleih in einem festen Zeitfenster von 24 bis 120 Stunden. Die Preise 2026 reichen von €67 für 24 Stunden bis €140 für 120 Stunden (rund €28 pro Tag in der höchsten Stufe).

Ob sie Geld spart, hat eine ehrliche Antwort — es hängt von Ihrem Tempo ab. Die Karte belohnt Dichte: etwa drei oder mehr kostenpflichtige Attraktionen pro Tag plus regelmäßige Tram- und Metrofahrten, dann gewinnt sie deutlich. Dieser Ratgeber rechnet die 2026er-Zahlen durch, nennt die Ausnahmen (Van Gogh Museum und Anne-Frank-Haus sind nicht enthalten) und erklärt den neuen Explorer-Pass, damit Sie vor dem Kauf entscheiden können.

Preis €67 (24 Std.) · €94 (48 Std.) · €115 (72 Std.) · €130 (96 Std.) · €140 (120 Std.)
Inklusive 70+ Museen, unbegrenzt GVB, eine Grachtenfahrt, 24 Std. Fahrradverleih
Neu 2026 Explorer-/Special-Edition-Pass ab €44 — zahlen pro Attraktion (3 oder 5) statt pro Stunde
Nicht enthalten Van Gogh Museum, Anne-Frank-Haus, der Flughafenzug, Regionalbusse
Ideal für Schnelle Sightseer mit 3+ kostenpflichtigen Attraktionen pro Tag, die auch den Nahverkehr nutzen
Gültigkeit Zählt ab erster Aktivierung in Stunden (erster Tap oder Scan), nicht in Kalendertagen
I amsterdam City Card kaufen — ab €67

Was die I amsterdam City Card enthält

Die Karte basiert auf drei Wertbausteinen: freier Museumseintritt, freier Nahverkehr und eine kostenlose Grachtenfahrt — dazu 24 Stunden Fahrradverleih und eine Ebene an 25%-Rabatten. Allein der Nahverkehr deckt oft einen spürbaren Teil des Preises, denn GVB-Tram, -Bus, -Metro und -Fähre sind für das gesamte Zeitfenster unbegrenzt, inklusive Nachtbus.

  • Freier Eintritt in 70+ Museen und Attraktionen (Rijksmuseum, Moco, Stedelijk, NEMO, ARTIS Zoo, Schifffahrtsmuseum u. a.)
  • Unbegrenzt Tram, Bus, Metro und Fähre (GVB) für die Laufzeit, Nachtbus inklusive
  • Eine kostenlose Grachtenfahrt bei einem Partneranbieter — 2026 ohne Reservierung
  • 24 Stunden kostenloser Fahrradverleih (normalerweise rund €15) — ebenfalls ohne Reservierung
  • 25% Rabatt auf viele Events, Ausflüge, zusätzliche Verleihtage und ausgewählte Restaurants

Preise 2026 und die Preis-pro-Tag-Kurve

Die Karte gibt es in fünf Laufzeiten, und der Preis pro Tag sinkt deutlich, je länger Sie buchen. Eine einzelne 24-Stunden-Karte kostet €67, doch der Sprung auf 120 Stunden kostet nur €140 — etwa €28 pro Tag. Anders gesagt: Der erste Tag ist am teuersten, jeder weitere Tag ist günstig, sodass die langen Pässe weit besseres Preis-Leistungs-Verhältnis bieten, wenn Ihr Programm sie füllt.

Die Gültigkeit zählt in Stunden ab der ersten Aktivierung, nicht in Kalendertagen. Eine um 14 Uhr erstmals genutzte 48-Stunden-Karte gilt bis 14 Uhr zwei Tage später — Sie können sie also gezielt an Ihrem museumsreichsten Abschnitt starten, statt Stunden an einem ruhigen Anreiseabend zu verschenken.

  • 24 Stunden — €67
  • 48 Stunden — €94 (ca. €47/Tag)
  • 72 Stunden — €115 (ca. €38/Tag)
  • 96 Stunden — €130 (ca. €33/Tag)
  • 120 Stunden — €140 (ca. €28/Tag)

Neu 2026: der Explorer-/Special-Edition-Pass

Neben der zeitbasierten Karte gibt es 2026 zusätzlich einen Explorer- (Special-Edition-)Pass ab €44. Statt für einen Stundenblock zahlen Sie für eine feste Zahl an Attraktionen — meist 3 oder 5 zur Wahl — und besuchen sie in Ihrem eigenen Tempo, ohne tickende Uhr.

Das passt zu entspannten Reisenden, die ein paar große Museen und eine Grachtenfahrt über einen längeren Aufenthalt verteilen wollen, aber niemals drei Attraktionen in einem 24-Stunden-Fenster schaffen würden. Wer in kurzen Schüben über mehrere ruhige Tage sightseet, fährt mit dem Attraktions-Pass oft besser; wer Museen am Stück abklappert, gewinnt mit der zeitbasierten Karte.

Die Break-even-Rechnung (Beispiel)

Die entscheidende Zahl für einen typischen Zwei-Tage-Trip: Die 48-Stunden-Karte kostet €94. Um sie zu schlagen, müssen Sie etwa diesen Betrag an Eintritten und Fahrten erreichen. Zwei große Museen (Rijksmuseum ca. €22,50 plus z. B. Moco oder Stedelijk), eine Grachtenfahrt (ca. €18), zwei Tage unbegrenzter GVB (ein 2-Tage-Ticket kostet €16) und ein Tag Fahrradverleih liegen bereits über €70 — ein drittes Museum oder der ARTIS Zoo (ca. €29,50), und die Karte liegt klar vorn.

Das Muster ist einfach: Die Karte belohnt Dichte. Drei oder mehr kostenpflichtige Attraktionen pro Tag plus regelmäßige Tram- und Metrofahrten — dann gewinnt sie deutlich. Ein Museum pro Tag mit viel Spazieren — dann sind Einzeltickets günstiger. Wer viele Museen einpackt, spart oft deutlich über €100 in wenigen Tagen; entspannte Besucher sparen häufig nichts.

Was die Karte NICHT abdeckt

Das ist die häufigste Enttäuschungsquelle, also planen Sie darum herum. Das Van Gogh Museum wurde 2022 aus der Karte genommen und braucht ein separates Online-Zeitticket (ca. €24, oft ausverkauft). Das Anne-Frank-Haus war nie enthalten und muss direkt auf der eigenen Website des Museums gebucht werden — Zeitfenster werden sechs Wochen im Voraus jeden Dienstag um 10:00 Uhr MEZ freigegeben, plus eine begrenzte Tagesfreigabe; kein Wiederverkäufer und kein City-Pass kann sie verkaufen.

  • Van Gogh Museum — nur Rabatt oder Einzelticket (ca. €24, Online-Zeitfenster)
  • Anne-Frank-Haus — nur auf der offiziellen Museums-Website, Wochen im Voraus buchen
  • Der Flughafenzug ab Schiphol — separates NS-Ticket (ca. €5,90–7,10)
  • Regionalbusse z. B. nach Volendam, Marken oder Zaanse Schans (Connexxion/R-net) und Züge außerhalb des GVB-Netzes

Für wen sie sich lohnt — und für wen nicht

Kaufen Sie die Karte, wenn Sie ein schneller, museumsbegeisterter Sightseer sind, der drei oder mehr kostenpflichtige Attraktionen pro Tag schafft und dazwischen Tram und Metro nutzt. Erstbesucher, die stressfreien Walk-up-Eintritt und unbegrenzten Nahverkehr wollen, fahren meist besser, und die längeren Laufzeiten sind pro Tag hervorragend.

Verzichten Sie (oder wählen Sie den Explorer-Pass), wenn sich Ihre Reise um das Anne-Frank-Haus oder Van Gogh Museum dreht, da beide nicht enthalten sind — oder wenn Ihr idealer Tag aus einem Museum, einem langen Mittagessen und einem Bummel besteht. Entspannte Reisende, Viertel-und-Essen-Trips und alle mit nur ein bis zwei Attraktionen zahlen mit Einzeltickets weniger. Es gibt zudem keine Kinderkarte, und unter 18-Jährige kommen in viele Museen ohnehin frei.

Digital vs. physisch, und wo kaufen

Sie können die Karte digital in der I-amsterdam-App nutzen oder eine physische Karte tragen; die digitale Version funktioniert sofort nach dem Download, während die physische Karte Sorgen um den Akku an einem langen Tag erspart. So oder so: Online vor der Anreise kaufen, damit sie im Postfach liegt — die Aktivierung startet erst bei der ersten Nutzung, ein früher Kauf kostet also nichts und sichert den heutigen Preis.

Der Button unten führt zur offiziellen Karte bei unserem Partner GetYourGuide, wo Sie Ihr 24–120-Stunden-Fenster wählen, aktuelle 2026er-Preise sehen und geprüfte Bewertungen lesen können.

Kartenpreis vs. Einzelkauf (Beispiel 2-Tage-Trip)

PostenEinzelnMit City Card
Rijksmuseum€22,50Enthalten
ARTIS Zoo€29,50Enthalten
Grachtenfahrt€18Enthalten
48 Std. GVB€16Enthalten
24 Std. Fahrradverleih€15Enthalten
Gesamt€101€94 (48-Std.-Karte)

I amsterdam City Card — Lohnt sie sich? – FAQ

Lohnt sich die I amsterdam City Card 2026?
Sie lohnt sich ab etwa drei kostenpflichtigen Attraktionen pro Tag inklusive Nahverkehr. Die 48-Stunden-Karte kostet €94, die 120-Stunden-Karte €140 (ca. €28/Tag), die längeren Laufzeiten sind also am besten. Bei ruhigerem Tempo mit viel Spazieren sind Einzeltickets meist günstiger, und der neue Explorer-Pass (ab €44, Zahlung pro Attraktion) passt eventuell besser.
Sind Van Gogh Museum oder Anne-Frank-Haus enthalten?
Nein. Das Van Gogh Museum wurde 2022 aus der Karte genommen und braucht ein separates Online-Zeitticket (ca. €24). Das Anne-Frank-Haus war nie enthalten und muss direkt auf der Website des Museums gebucht werden, wo Zeitfenster sechs Wochen im Voraus jeden Dienstag um 10:00 Uhr MEZ plus ein begrenztes Tageskontingent freigegeben werden.
Was ist der neue Explorer-/Special-Edition-Pass?
Neu 2026 startet der Explorer-Pass bei €44 und rechnet nach Attraktionszahl (3 oder 5 zur Wahl) statt nach Stunden, ohne tickende Uhr. Er passt zu entspannten Besuchern, die wenige große Sehenswürdigkeiten über mehrere Tage verteilen, während die zeitbasierte Karte aufeinanderfolgende Museumstage belohnt.
Deckt sie den Transfer vom Flughafen Schiphol ab?
Nein. Die Karte gilt nur für den GVB-Stadtverkehr (Tram, Bus, Metro, Fähre und Nachtbus). Der Zug von Schiphol nach Amsterdam Centraal ist ein eigenes NS-Ticket von ca. €5,90–7,10 und dauert 17–20 Minuten; Regionalbusse sind ebenfalls nicht enthalten.
Wann beginnt die Gültigkeit und wie lange läuft sie?
Die Uhr startet bei der ersten Nutzung — Ihrem ersten Tap im Nahverkehr oder ersten Museumsscan — und zählt in Stunden (24, 48, 72, 96 oder 120), nicht in Kalendertagen. Eine um 14 Uhr erstmals genutzte 48-Stunden-Karte gilt bis 14 Uhr zwei Tage später; aktivieren Sie sie also an Ihrem dichtesten Sightseeing-Abschnitt.
Gibt es eine Kinderkarte?
Nein. Die Karte hat keinen separaten Kinderpreis, und unter 18-Jährige kommen in viele Amsterdamer Museen ohnehin frei (z. B. ins Rijksmuseum). Für Familien ist es daher meist günstiger, Erwachsenenkarten plus kostenlose oder ermäßigte Kindereintritte einzeln zu buchen.